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Hausaufgaben / Hausaufgabenbetreuung Im Auftrag der Gesamtlehrerkonferenz vom Herbst 2008 untersuchte die Selbstevaluationsgruppe am Gymnasium Plochingen (E. Heidelberg, M. Hoppe, F. Killmann, M. Nething, H. Schweigert) die zeitliche Belastung durch die Hausaufgaben und die Hausaufgabenbetreuung in der Mittagspause, die seit dem Schuljahr 2008/09 angeboten werden muss. Die Ergebnisse wurden der Schulkonferenz im Juli 2009 vorgestellt.
Über drei Wochen hinweg wurden in jeweils einer Klasse einer Klassenstufe die Schülerinnen und Schüler gebeten, einen Fragebogen auszufüllen, in dem sowohl der Zeitumfang für die Hausaufgaben im jeweiligen Fach als auch die übrigen Lernzeiten eingetragen werden sollten. Gleichzeitig mussten alle Fachlehrer/innen einen Fragebogen ausfüllen, in dem die gegebenen Hausaufgaben und der geschätzte Zeitbedarf eingetragen werden sollten.
Der Zeitraum von Montag 2. März 2009 bis Sonntag 22. März 2009 wurde für die Befragung gewählt, da in allen Klassen Klassenarbeiten anfielen.
Die Fragebögen erhielten die Klassen 5d, 6b, 7a , 8d, 9d, 10a und alle Lehrkräfte, die in diesen Klassen unterrichteten.
Der Rücklauf der Fragebögen in der Klasse 9d war zu gering (nur 1/8 der Schülerinnen und Schüler), so dass nur die Fragebögen der anderen Klassen ausgewertet wurden.
Die Ergebnisse in den einzelnen Klassen sind in Diagrammen (Klasse 5, 6, 7, 8 und 10) dargestellt. Die Diagramme geben die durchschnittliche wöchentliche Belastung für die Hausaufgaben in den Hauptfächern und in einem Nebenfach sowie die durchschnittliche wöchentliche Belastung für das übrige Lernen wieder. Ein weiteres Diagramm ermöglicht den Vergleich zwischen den Fächern. In diesem Diagramm ist neben dem Zentralwert, der in allen Diagrammen als Durchschnittswert genommen wurde, auch die zeitliche Belastungsspanne eingetragen. Dadurch wird sehr gut erkennbar, wie unterschiedlich groß die Zeit ist, die die einzelnen Schülerinnen und Schüler benötigen.
Für alle Klassen gelten die folgenden Aussagen:
Folgerungen, die sich aus dem Ergebnissen ergeben, werden in den zuständigen Gremien (Gesamtlehrerkonferenz und Schulkonferenz) im ersten Halbjahr diskutiert und festgelegt.
Standardisierte Interviews (Fragen an die Betreuer, Fragen an die Betreuten) wurden sowohl mit den Schülerinnen und Schülern, die das Angebot der Hausaufgabenbetreuung angenommen haben, als auch mit den Betreuern geführt. Mit einer der beiden Verantwortlichen für die Organisation (Frau Schnabel und Frau Voß) am Gymnasium Plochingen wurde eine separates Gespräch geführt. Alle Gespräche fanden in der 28. Kalenderwoche (Anfang Juli) statt.
An unserer Schule wurden ähnliche Erfahrungen mit der Hausaufgabenbetreuung gemacht wie im gesamten Bundesland (Artikel „Hausaufgabenhilfe ungenutzt“ in der Stuttgarter Zeitung vom 15.6.2009): Die Hausaufgabenbetreuung wurde nicht im erhofften Umfang angenommen. Es gibt Termine innerhalb einer Woche, da „kommt kein einziges Kind“ (Zitat eines Betreuers). Insgesamt nehmen im Moment höchstens 15 Schülerinnen und Schüler pro Woche das Angebot wahr, d.h. deutlich weniger als 4% der möglichen Interessenten. Das Geld (rund 1,5 Millionen Euro pro Jahr), das vom Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt wird, kommt also nur einer Minderheit zugute.
Das Gespräch mit einer der Kolleginnen, die für die Organisation verantwortlich sind, ergab die folgenden Eindrücke:
2. Aushang aller Betreuer/innen mit Foto im Info-Kasten im Lichthof 3. Ein Informationsblatt wurde beim 2. Elternabend ausgegeben. 4. Die Betreuer/innen stellten sich selbst in den Klassen vor.
Die Ergebnisse der Interviews mit den Betreuten und den Betreuern können auf den beiden Ergebnisseiten (Ergebnisse Betreuer, Ergebnisse Betreute) eingesehen werden. > Änderungsvorschläge der Befragten 1) Eine verbindliche Anmeldung von Ferien zu Ferien sollte für die Klasse 5 bis 7
über ein Formblatt erfolgen.
Fehlt ein angemeldetes Kind, muss eine Entschuldigung bei der Klassenlehrerin bzw. beim Klassenlehrer abgegeben werden. Vorteile: Mehr Kontinuität in der Gruppe sowohl für die Betreuer als auch für die Betreuten Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer kann im Elterngespräch bei Hausaufgabenproblemen auf das Angebot hinweisen. 2) Als weitere Werbemaßnahme sollten die Fachlehrer/innen stärker auf die Hausaufgabenbetreuung hinweisen und die Betreuer/innen ein zweites Mal durch die Klassen gehen. 3) Das Abrechnungsverfahren über das Regierungspräsidium sollte geändert werden. Wie bisher wird für jede Betreuerin/jeden Betreuer ein Formblatt von den Organisatoren an der Schule mit den Arbeitszeiten ausgefüllt. Dieses Formblatt wird zur Einsicht über drei Jahre aufgehoben. Das Regierungspräsidium überweist der Schule einen Pauschalbetrag. Die Organisatoren zahlen den Betreuern/innen direkt das Geld entsprechend der Arbeitszeit aus. Dieser Änderungsvorschlag, der Verwaltungsarbeit reduziert hätte und den Schulen mehr Eigenverantwortung gegeben hätte, wurde vom Regierungspräsidium bereits abgelehnt. |
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